Fachtagungen / Weiterbildung

August 2019

FE-Modelling Techniques for Structural Capacity Assessment of Corroded Reinforced Concrete Structures.

5th International Conference on Smart Monitoring, Assessment and Rehabilitation of
Civil Structures


27 – 29 August 2019 in Potsdam, Germany
Venue: Dorint Sanssouci Berlin-Potsdam

 

A. Kagermanov , I. Markovic / University Applied Science Rapperswil (HSR), Rapperswil, Switzerland

 

https://www.smar2019.org/ / https://www.smar2019.org/Programme  

 

Abstract

 

März 2019

Erhaltung von Bahninfrastrukturen aus Natursteinmauerwerk

Bauwerke aus Natursteinmauerwerk sind ein wichtiger Bestandteil des Schweizer Eisenbahnnetzes. Dazu zählen nicht nur Brücken, sondern auch Tunnel und Stützmauern. Die meisten dieser Bauwerke wurden um die 19./20. Jahrhundertwende gebaut und haben daher die Lebensdauer von 100 Jahren bereits erreicht. Da diese Bauwerke aber zahlreich und wichtig sind und da sie oft unter Denkmalschutz stehen, werden sie selten rückgebaut, sondern instandgesetzt und verstärkt um ihre Funktion weiterhin erfüllen zu können.

 

Das Ziel von diesem Halbtagesseminar ist ein Austausch der Erfahrungen bei der Erhaltung der o.g. Bahninfrastrukturen aus Natursteinmauerwerk. Sowohl die Auftraggeber (SBB und RhB) als auch die Projektverfasser werden ihre Erfahrungen und Lösungen in der Erhaltung der Tragwerke erläutern und diskutieren.

 

 

WTA-Halbtagesseminar - 19. März 2019

Erhaltung von Bahninfrastrukturen aus Natursteinmauerwerk

 

Am Dienstag, 19. März 2019 fanden sich rund 60 Interessierte an der Hochschule für Technik in Rapperswil (HSR) zusammen, um sich über das Thema der Erhaltung von Bahninfrastrukturen aus Natursteinmauerwerk auszutauschen.

 

Nach dem Eintreffen aller Teilnehmenden begrüsste der Vize-Präsident der WTA Schweiz, Herr Johannes Maier vom Bundesamt für Energie, die durchmischten Vertreter der Bauherrenseite, Planungs- aber auch Ausführungsunternehmen aus allen Landesregionen. Prof. Felix Wenk, Leiter des Studiengangs Bauingenieurwesen der HSR, nutzte die Gelegenheit, mit zwei schönen Beispielen von Natursteinbrücken seines Wohnortes Eglisau in das Thema der Veranstaltung einzuleiten.

 

Der Start der Fachvorträge erfolgte durch Herbert Friedl der SBB. Als Einstieg gab er einen Überblick über die zahlreichen Objekte aus Natursteinmauerwerk der SBB. Er ging anschliessend auf die Herausforderungen ein, welchen man sich bei der Erhaltung von Mauerwerksbauten widmen muss. Es wurde klar, dass man sich heutzutage mit anderen Belastungssituationen auseinandersetzen muss, als bei der Erstellung der Bauwerke. Die Diversitäten und Individualitäten der Bauwerke machen eine Standardisierung und Vereinheitlichung von Massnahmenkonzepten nahezu unmöglich. Durch die Vielfalt ergeben sich aber Möglichkeiten im Erhaltungszyklus. Die vorhandenen Mittel und parallelen Strecken der SBB machen die Instandsetzung einzelner Abschnitte unter Vollbetrieb des Schienenverkehrs möglich.

 

Als zweiter Referent folgte Organisator und Professor für Konstruktion an der HSR, Dr. Ivan Markovic. Am Beispiel des Wipkingerviaduktes in Zürich zeigte er verschiedene Modelle zur Nachrechnung von bestehenden Natursteinbauwerken. Dabei variierte er nicht nur in der Betrachtungsweise von verschiedenen Einwirkungen, sondern ging auch auf spezifische Resultate aus verschiedenen Berechnungsansätzen ein. Als wichtiger Bestandteil einer Nachrechnung gilt zur Grundlagenbeschaffung auch die Zustandserfassung. Das Institut für Bau und Umwelt der HSR kann für die Zustandserfassung verschiedene moderne Untersuchungsmethoden anbieten, welche die zerstörungsarme Beurteilung von Bauwerken zulassen (beispielsweise Georadar). Auch zeigte er auf, wie man beispielsweise an einem Biegezugversuch im Baustoffprüflabor der HSR das Materialverhalten überprüfen kann.

 

Vor der Pause durften sich die Teilnehmer vom grossen Erfahrungsschatz von Dr. Philipp Rück im Thema Natursteinmauern bereichern lassen. Er zeigte, wie Natursteinmauern vielerorts zum Ortsbild dazugehören. Sie gestalten Landschaften und gelten auch aufgrund ihrer regionalen Eigenarten als Denkmale. Das Einsturzrisiko ist jedoch aufgrund der grossen Bauwerksalter nicht zu unterschätzen. Stützmauern sind häufig erdberührt und der Witterung ausgesetzt, was einen Zerfall unvermeidlich macht. Der Zerfall bezieht sich vielfach auf den Mörtel und nicht auf die Mauersteine. Dr. Philipp Rück betonte, dass oberflächliche Korrekturen von Fugen keine effektiven Massnahmen sind. Bei den Massnahmenkonzepten wird eher auf Ersatz von einzelnen Steinen oder auf eine Sicherung durch Verankerung gesetzt. Mit einigen Empfehlungen schloss er seine Präsentation ab und wechselte mit den anderen Teilnehmenden in die Kaffeepause, wo der Erfahrungsaustausch in Einzelgesprächen weiterging.

 

Nach der Stärkung ging es mit der Präsentation von Dr. Karl Baumann,Rhätische Bahn (RhB) ins Bündnerland. Ähnlich wie Herbert Friedl zeigte er zu Beginn mit schönen Illustrationen die Häufigkeit der Brücken, über welche die Bahnen verkehren. In dieser Präsentation wurde aufgezeigt, dass die spezielle Situation des einspurigen Schienennetzes der RhB und der damit nicht vorhandenen Möglichkeit einer Umfahrung, einen grossen Einfluss auf Instandsetzungsmassnahmen der zahlreichen Bauwerke hat. Zugute kommt dafür, dass die Frequenz der Züge mit rund 70 Zügen pro Tag im Vergleich zur SBB relativ gering ist. Auch die lange Nachtbetriebspause hilft mit, dass Erneuerungen und Instandsetzungen möglich werden. Als Erneuerungsstrategie wird dabei mehr auf einmalige, integrale Erneuerungen gesetzt als auf periodische Instandsetzungen. Alle diese Randbedingungen erlauben es, ein Konzept einer Normalbauweise zu erarbeiten und damit Instandsetzungen bis zu einem gewissen Punkt zu standardisieren. Mit eindrücklichen Bildern zeigte Dr. Karl Baumann zum Abschluss seiner Präsentation die Vorgehensweise bei dieser Normalbauweise auf.

 

Als abschliessende Präsentation nahm Marco Galli, Preisig AG die Teilnehmenden mit in den Untertagebau. Er zeigte unterschiedliche Treiber für Tunnelinstandsetzungen und deren Auslöser auf. Nachdem klar war, warum Tunnelinstandsetzungen nötig werden, ging er auf die Hauptaufgaben dieser Instandsetzungen ein. Für die diversen Hauptaufgaben zeigte er anschaulich auf, welche Massnahmen sich zur Instandsetzung eignen. Bei der Erläuterung wurden viele persönliche Erfahrungen preisgegeben. Über die wesentlichen Randbedingungen zeigte er klar auf, wie viele Gedankengänge notwendig sind, um das Massnahmenkonzept zu erstellen. Er schloss seine Präsentation ab, indem er die ideale Vorstellung des Massnahmenumfangs und der Massnahmenintensität (MUI) als Funktion vom Zustand und Schadensumfang mit dem effektiven MUI, welcher als Funktion von zahlreichen Faktoren beschrieben werden kann, verglich. Es wurde klar, dass es nicht immer so einfach ist, wie man es sich vorstellt.

 

Die Übergänge zwischen den einzelnen Präsentationen waren von lebhaften Diskussionen geprägt. Die Veranstaltung wurde mit einem reichhaltigen Apéro im Foyer abgerundet, bevor die Teilnehmenden sich mit ihren neuen Eindrücken und Erkenntnissen auf den Nachhauseweg machten.

 

(Text: Daniela Meier, Projektmitarbeiterin IBU)

März/April 2018

Halbtagesseminar «Anspruchsvolle Instandsetzung von Stahlbrücken»

Stahlbrücken machen einen Bruchteil der Kunstbauten der Verkehrsinfrastruktur aus, doch gehören sie ebenso zur Baukultur wie die Spannbetonbrücken des Nationalstrassennetzes oder die steinernen Brücken der Albulabahn. Sie entstanden oft um die 19./20. Jahrhundertwende und sind nun Gegenstand tiefgreifender Instandsetzungen, um ihre Funktion auf erhöhte Bedürfnisse anzupassen. Wie dies gelingt, zeigen fünf realisierte Umbauten und eine Semesterarbeit. Neben der üblichen Korrosionsschutzerneuerung sind es vielfältige Bauaufgaben, die anspruchsvolle und manchmal einzigartige technische Umsetzungen hervorrufen. Im Sinne eines Erfahrungsaustauschs erläutern die Projektverfasser die von ihnen entwickelten Lösungen.

 

Wo HSR, Hochschule für Technik Rapperswil, Oberseestrasse 10, 8640 Rapperswil

Wann Dienstag, 20. März 2018, 13:00-17:30 Uhr HSR Hochschule für Technik Rapperswil

Januar 2017

Was für den Stahlfaserbeton-Einsatz spricht (Quelle: www.baublatt.ch)

25.01.2017

Die Johann Müller AG, Schmerikon (JMS), mit den Betonwerken Etzel + Linth sowie die Hochschule für Technik, Rapperswil (HSR), haben Ende 2016 die Fachtagung «Stahlfaserbeton – Einsatzmöglichkeiten und Dimensionierung» für Ingenieure durchgeführt.

 

Knappe Bauzeiten, höhere Kosten, bessere Arbeitsabläufe – all das wird immer mehr zum Thema bei Betonarbeiten. Ziel der Tagung war es, aufzuzeigen, wie durch den Einsatz von Stahlfaserbeton bei diesen Punkten Vorteile entstehen. Simone Stürwald, Dozentin und Leiterin der Prüfstelle Baustoffe an der HSR, referierte über die Normenvielfalt in der Schweiz und den umliegenden Ländern, die verschiedenen  Stahlfasertypen, deren Wirkungsweise und die Grundlagen für die Bemessung. Bemessungsbeispiele rundeten die Präsentation ab.

 

Andreas Tettue, Technischer Leiter Presyn AG, und Andreas Haus, Technischer Leiter Baustoffe, Bekaert (Schweiz) AG, fokussierten auf Anwendungen und die Ausführung von Stahlfaserobjekten. Ihre Themenpalette ging vom Einbau über die Nachbehandlung von Beton sowie Fugenplanungen und Konstruktionsdetails bis hin zu Praxisbeispielen. Bodenplatten, Wände, Aussenflächen, Schall- und Brandschutzwände erläuterten die Fachleute anhand von Baustellenbildern. Beim Einsatz von Hochleistungsfasern für spezielle Einsatzgebiete wie pfahlgestützte Bodenplatten und Hochregallager präsentierten die Referenten auch Mischvarianten mit Stahlfasern und konventioneller Armierung.

 

Anschliessend wurde den Teilnehmenden im HSR-Labor demonstriert, wie man Balken prüft und auswertet. Die Besucher konnten miterleben, wie beim Prüfbalken bei einer gewissen Belastung Risse entstanden und wie dann die Stahlfasern wirken. Den anwesenden Ingenieurfachleuten wurden parallel dazu die Auswirkungen mittels Computer-Diagrammen erläutert.

 

(Quelle: http://www.baublatt.ch/aktuelles/tagebuch/was-fuer-den-stahlfaserbeton-einsatz-spricht / Tel. 031 333 42 52 www.presyn.ch )

November 2016

„Beton im Gartenbau“ / 18. November 2016

Weiterbildung Bauleiter Landschaftsarchitektur

Block IV Materialien - Betonbau, 18.11.16

 

 

Im Herbst 2016 wurde zum zweiten Mal ein zehntägiger Weiterbildungskurs für Bauleiter in der Landschaftsarchitektur an der HSR angeboten.

 

Am 18.11.16 wurde der Block IV Materialien – Betonbau von Prof. Simone Stürwald (Dozentin Bauingenieurwesen, HSR) und Martin Egli (Leiter Prüfstelle für Baustoffe) durchgeführt.

 

Insgesamt haben sich 24 erfahrene Bauleiter und Landschaftsarchitekten über die Möglichkeiten und Besonderheiten des Betons bei der Anwendung im Gartenbau informiert. Es wurde ein gemischtes Programm aus Grundlagen zum Material Beton und praxisnahen Beispielen geboten. Im Labor und und einem Rundgang konnten Betonqualitäten und Dauerhaftigkeit direkt begutachtet werden.

„Stahlfaserbeton – Einsatzmöglichkeiten und Dimensionierung“ vom 17. November 2016

Bild anklicken zum PFD-Bericht öffnen

Die Johann Müller AG, Schmerikon (JMS), und Prof. Simone Stürwald (Hochschule für Technik, Rapperswil), haben am 17. November 2016 die Fachtagung „Stahlfaserbeton – Einsatzmöglichkeiten und Dimensionierung“ für Ingenieure durchgeführt.

 

Knappe Bauzeiten, höhere Kosten, bessere Arbeitsabläufe – all das wird immer mehr zum Thema bei Betonarbeiten. Ziel der Tagung, die von Josef Schwager, Verkaufsleiter JMS, eröffnet wurde, war es, aufzuzeigen, wie durch den Einsatz von Stahlfaserbeton bei diesen Punkten Vorteile entstehen.

 

Themen des Abends waren eine Einführung in den Faserbeton von Prof. Simone Stürwald und Hinweise zur Praktischen Umsetzung von Faserbeton im Hochbau von Andreas Tettue (Presyn AG) und Andreas Haus (Bekaert). Anschliessend wurden in der Prüfstelle für Baustoffe Biegezugversuche an Stahlfaserbetonbalken demonstriert.

 

 

Kontakt:

Institut für Bau und Umwelt

Fachstelle Konstruktiver Ingenieurbau

Oberseestrasse 10

Postfach 1475

8640 Rapperswil

Prof. Dr. Ivan Marković

T +41 (0)55 222 4969

ivan.markovic(at)hsr.ch

Kontakt:)

Institut für Bau und Umwelt

Fachstelle Konstruktiver Ingenieurbau

Oberseestrasse 10

Postfach 1475

8640 Rapperswil

Prof. Simone Stürwald

T +41 (0)55 222 4159

simone.stuerwald(at)hsr.ch

Kontakt:

Institut für Bau und Umwelt

Fachstelle Konstruktiver Ingenieurbau

Oberseestrasse 10

Postfach 1475

8640 Rapperswil

Prof. Felix Wenk

T +41 (0)55 222 4980

felix.wenk(at)hsr.ch