Fachtagungen / Weiterbildung

November 2019

Spezialtiefbau Schweiz - State of the Art & Innovations / 29. November 2019 ab 09:00 Uhr

Der Spezialtiefbau ist eine Branche des Bauingenieurwesens und auch eine Kunst für sich. Dieser Bereich entwickelt sich ständig weiter und basiert auf Erfahrungen in der Praxis sowie auf Geniestreichen, wie z. B. die Erfindung der Schlitzwände in den 50 Jahren.

 

Das Knowhow im Bereich Tiefbau ist heutzutage oft nur in den Händen der ausführenden Firmen. Die Planer sind damit oftmals nicht vertraut oder wagen es nicht, Projekte auf Basis neuer Entwicklungen - Erkenntnisse zu realisieren. Oft baut sich sogar heftiger Widerstand gegen die neuen Errungenschaften und den daraus resultierenden neuen Verfahren auf. Das Resultat sind Spannungsfelder, Misstrauen und das Zurückgreifen auf altbewährte, aber oft ineffiziente Baumethoden.

 

An dieser Tagung stellen technische Leiter führender nationaler sowie internationaler Bau-, Monitorings- und Planungsfirmen ihre neuesten Entwicklungen vor. Diese Beiträge beinhalten folgende Themen, z.B.:

 

  • Die Anwendung und Bemessungsmerkmale von Faserbeton in Spezialtiefbau
  • Speziellen Injektionsverfahren, wie das System Soilcrete® und Mini-Jet Anker
  • Moderne Monitoringssysteme, wie die Faseroptik für eine vielseitige Anwendung in Spezialtiefbau
  • Die Kombination von Monitoring und numerische Modellierung für hoch anspruchsvolle Spezialtiefbau Projekte
  • Die planerischen und bauausführungstechnischen Aspekte der Fundationen für hohe Hochhäuser

 

Das Ziel der 8. Geotechnik Fachtagung an der HSR Hochschule für Technik Rapperswil ist, einerseits den Wissensstand über diese Technologien einem breiten Publikum von Planern, Bauherren und Fachkundigen zugänglich zu machen. Andererseits soll das Interesse und die Akzeptanz für moderne, wie auch innovative Spezialtiefbautechnologien gesteigert werden. Damit alle Akteure, welche im Bauprozesse involviert sind, mitmachen und ihren Beitrag an der Weiterentwicklung dieser Technologien leisten können.

November 2018

Geotechnische Bemessung mit neuen Technologien: Numerische Berechnungsmethoden, Verifikation mit Handberechnungen, Monitoring

Die Praxis der Bemessung in der Geotechnik hat sich in den letzten zwei Jahrzehnten teilweise stark verändert: wo früher vor allem empirische Ansätze unter stark idealisierten Annahmen angewendet wurden, ist es heutzutage möglich, sehr komplexe Analysen durchzuführen. Vor allem mir der Methode der nicht linearen finiten Elemente kann zumindest theoretisch eine genaue geotechnische Abbildung der Realität erreicht werden. Geotechnische Bauwerke wie kombinierte Pfahlplattengründungen, Stützkonstruktionen, Unterfangungen, Baugruben etc. können somit technisch und wirtschaftlich optimiert entworfen werden.

 

Ziel dieser Tagung ist es, die Fortschritte in der geotechnischen Bemessung aufzuzeigen, den Vergleich mit herkömmlichen Handberechnungsmethoden basierend auf Plastizitätstheorie wie auch den Link zu den Normen SIA 260-260 und EC7 herzustellen und insbesondere den korrekten Umgang, die Möglichkeiten und der Anwendungsgrenzen der neusten numerischen Rechenmethoden und Bemessungsverfahren zu demonstrieren. Aber auch ein Blick in die absehbare Zukunft der geotechnischen Bemessung wir aufgezeigt: Bemessung mit „Randomfields“. Diese verblüffend einfache, rasch verständliche numerische Methode wird anhand von Beispiele erklärt und der Bezug zu den aktuellsten Normen auch gezeigt. Die verschiedenen Methoden werden von Experten aus führenden Planungsbüros, Unternehmungen, Entwicklern und Bauherren anhand von Projektbeispiele erklärt.

 

 

November 2017

Fachtagung Geotechnik 2017: „Bemessung und Überprüfung von Tragwerken und Fundationen unter dynamischen Beanspruchungen"

Die diesjährige Fachtagung Geotechnik widmet sich dem Thema „Bemessung und Überprüfung von Tragwerken und Fundationen unter dynamischen Beanspruchungen". 

Dynamische Einwirkungen wie Wind, Vibrationen aus Maschinen und Zügen und nicht zuletzt Erdbeben können eine erhebliche Beanspruchung für Tragwerke und deren Fundationen darstellen.  Eine erfolgreiche Bemessung von Bauwerken für dynamische Einwirkungen erfordert zusätzliche Kenntnisse der Material- und Baugrundeigenschaften im Vergleich zu den statischen Nachweisen. Zudem variieren die Berechnungsmethoden von einfachen Handberechnungen bis zu sehr komplexen, nicht linearen, numerischen Verfahren.  Die meisten Nachweisemethoden sind in der Praxis noch wenig bekannt, obwohl sie in den SIA-Normen und nationalen Richtlinien ausführlich beschrieben werden. 

 

Verschiedene anerkannte Fachspezialisten aus Akademie, Institutionen und Planung werden einen Einblick über Bodenbauwerksinteraktionsprobleme bei dynamischen Einwirkungen, numerischen Berechnungsverfahren sowie geophysikalischen Feldmessungen für die Standortanalyse liefern.  In der Tagung werden zudem die neu erscheinenden ASTRA-Dokumentation zur Erdbebensicherheit von Erd- und Stützbauwerken sowie die BFE-Richtlinie über die Erdbebensicherheit von Stauanlagen erläutert.  Es werden Kriterien zur Interpretation und Beurteilung von Resultaten aus dynamischen Analysen angeboten. Neben theoretischen Erläuterungen und Nachweismethoden werden auch zahlreiche Fallstudien sowie Projektbeispiele gezeigt.  

 

Ziel der Tagung ist es, den Bauingenieuren - insbesondere den Geotechnikern und Tragwerksplanern - und aber auch den Geologen, die Nachweismethoden mit ihren Anwendungsgrenzen, deren Komplexität sowie zu erwartenden Resultaten im Detail zu erläutern. 

 

Die wunderbare Kulisse von Rapperswil wird natürlich auch nicht fehlen.


  • Wann:     24. November 2017

  • Wo:         HSR Hochschule für Technik Rapperswil, Aula

Rückblick auf die Fachtagung

Begrüssung durch Prof. Dr. Carlo RabaiottiStehlunch im Schloss Rapperswil.Stehlunch im Schloss Rapperswil.Das historische Wahrzeichen von Rapperswil.

November 2016

Fachtagung Geotechnik 2016: Geotechnische und konstruktive Bemessung von Flachfundationen

Die diesjährige Fachtagung Geotechnik widmet sich dem Thema „Geotechnische und konstruktive Bemessung von Flachfundationen“.

 

Die Normen SIA 260 - 267 verlangen in der Geotechnik wie auch im konstruktiven Ingenieurbau Nachweise für Bauteile und Tragsysteme, um zu gewährleisten, dass die Tragsicherheits- und Gebrauchstauglichkeitsanforderungen erfüllt werden. 

 

Eine realitätsnahe Berücksichtigung der Boden-Bauwerk-Interaktion ist jedoch komplex. In der Ingenieurpraxis wird das Gesamtsystem deshalb vereinfacht in die beiden Teilsysteme Baugrund und Tragwerk aufgeteilt. Die Nachweise werden dann weitgehend entkoppelt und unbeeinflusst von den gegenseitigen Wechselwirkungen zwischen der Fundation und dem darüber liegenden Bauwerk geführt. So werden beispielsweise Baugrundsetzungen und Setzungsdifferenzen aus Einwirkungen des darüber liegenden Bauwerks routinemässig ermittelt, kaum je werden allerdings Rückwirkungen dieser Setzungen auf die konstruktiven Tragelemente berücksichtigt, obwohl bekannt ist, dass dadurch Zwangsbeanspruchungen bis hin zu Rissen in der aufgehenden Konstruktion hervorgerufen werden können.

 

Die Referate geben einen Überblick über gebräuchliche und neue Berechnungsmethoden Anforderungskriterien für die Bemessung von Flachfundationen. Die wesentlichen Einflussfaktoren, Gefährdungsbilder, Bemessungswerte, Anforderungen, aber auch Unsicherheiten und Wissenslücken werden aufgezeigt.

 

Wann   Freitag, 18. November 2016
Wo       HSR Hochschule für Technik Rapperswil

Zielgruppen

  • Bauingenieure und Baufachleute
  • Geologen / Geotechniker
  • Öffentliche Hand (Bund, kantonale und kommunale Tiefbauämter)
  • Bauherren

Kontakt:

Institut für Bau und Umwelt

Fachstelle Geotechnik

Oberseestrasse 10

Postfach 1475

8640 Rapperswil

Prof. Dr. Carlo Rabaiotti

T +41 (0)55 222 4975

carlo.rabaiotti(at)hsr.ch